Imizamo Yethu ist ein Township in Hout Bay, einem Küstenvorort von Kapstadt, Südafrika. Townships sind während des Apartheidregimes als Wohngebiete der schwarzen, farbigen und indischen Bevölkerung entstanden. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist das Township Soweto, welches heute Teil der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg ist.
Imizamo Yethu
Imizamo Yethu (in der Stammessprache Xhosa für ‘unsere vereinten Kräfte’) wurde in den frühen 1990ern als Siedlung gegründet, in der sich vorwiegend schwarze Einwohner niederließen und so genannte ‘shacks’ als Häuser oder als vorrübergehenden Unterschlupf errichteten. Denn viele der schwarzen Einwohner von Hout Bay konnten sich es sich nicht leisten, in Hout Bay Grundstücke oder Häuser zu kaufen und dies war ihnen gesetzlich auch verboten. Deshalb blieb ihnen keine andere Wahl als sich ungenutztes Land zu suchen, auf dem sie dann ihre Häuser bauten. 1989 wurde schließlich eine, immer noch mangelhafte, Grundversorgung mit Straßen, Wasser und Kanalisation geschaffen.
Die Apartheid endete 1994. Am Lebensstandard in Townships wie Imizamo Yethu hat sich jedoch wenig geändert, dieser ist nach wie vor sehr niedrig. Kriminalität, Gewalt, schlechte Gesundheitsversorgung sowie schlechte Bildungseinrichtungen gehören zu den Hauptproblemen, denen die Anwohner täglich gegenüberstehen. Darüber hinaus betrifft AIDS viele Familien. Heute sind ungefähr 20 % der südafrikanischen Bevölkerung im Alter zwischen 15 und 49 Jahren mit dem HI-Virus infiziert – einer der höchsten Prozentsätze von HIV-Trägern weltweit. Aus diesem Grund ist die Lebenserwartung der Südafrikaner immens zurückgegangen – bei Männern auf ca. 52 Jahre und bei Frauen auf ca. 54 Jahre.
AIDS ist nur eines der Hauptprobleme in Imizamo Yethu. Heute bringt das 18 Hektar große Gebiet ungefähr 30.000 Menschen unter, von denen viele unter schlechten Bedingungen leben. Nicht ausreichende Wasseranlagen, sehr wenig Toiletten und ein schlechtes Kanalisationssystem führen zu großen gesundheitlichen Problemen. So hat beispielsweise der Fluss Disa, der durch Imizamo Yethu fließt, den höchsten Gehalt an E.coli-Bakterien, der in Südafrika jemals erfasst wurde. Verschlimmert wird die Situation zudem durch den wachsenden Zustrom von Flüchtlingen aus anderen afrikanischen Ländern, wie z. B. Simbabwe.
Help IY versucht, diese schlechten Lebensbedingungen zu verbessern, ob durch die Unterstützung von Bildungseinrichtungen oder durch Hilfe zum Lebensunterhalt. Mehr Informationen zu unseren Zielen gibt es unter ‘Über uns’.
Externe Quellen und mehr Informationen:
Südafrika
http://en.wikipedia.org/wiki/South_Africa
http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/country_profiles/1071886.stm
Hout Bay und Imizamo Yethu
http://en.wikipedia.org/wiki/Hout_Bay
http://www.hbcca.co.za/imizamo_yethu.htm




